27.02.18

HNA reduziert Anteil an Deutscher Bank (Ausgabe 3/2018)

Die HNA Group hat ihre Beteiligung an der Deutschen Bank von 9,9% auf 9,2% reduziert. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom 9. Februar hervorgeht, hält der Mischkonzern aus Hainan direkt noch 4,3% und über Finanzderivate weitere 4,9%. Ein Sprecher der österreichischen HNA-Tochter C-Quadrat, über die HNA die Anteile ursprünglich erworben hat, erklärte, dass HNA ein langfristiger Großinvestor der Deutschen Bank bleiben werde. Es könne aber aufgrund von Anpassungen der Finanzierungsstruktur künftig weiterhin zu Schwankungen des Stimmrechtsanteils kommen. HNA ist nach wie vor größter Anteilseigner der Deutschen Bank. Das südchinesische Konglomerat, das in den vergangenen Jahren auf internationaler Einkaufstour war, ist in jüngster Zeit ins Visier der chinesischen Regulierungsbehörden geraten und sieht sich nun gezwungen, sein überwiegend kreditfinanziertes Auslandsengagement zurückzufahren. HNA hatte vergangenen Monat seine Gläubiger über einen möglichen Liquiditätsengpass von mindestens 2,4 Mrd. USD informiert. Der Konzern plant daher, seine Immobilien in den USA mit einem geschätzten Wert von 4 Mrd. USD zu verkaufen. HNA und C-Quadrat betonten bisher aber stets, dass die Beteiligung an der Deutschen Bank zu den Kerninvestments zähle und nicht zur Disposition stehe.

ma-rev.de/UiTE0G



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