27.11.17

Biotest: Übernahme durch Creat gerät ins Wanken (Ausgabe 12/2017)

Der zuständige Ausschuss der US-Regierung zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen (Committee on Foreign Investment in the United States, kurz CFIUS) habe angekündigt, den Deal zwischen dem hessischen Pharmazeutikunternehmen Biotest und dem chinesischen Investor Creat nicht abschließend freigeben zu können, teilten beide Unternehmen mit. Nun suche man weitere Gespräche mit der Behörde, um Bedenken auszuräumen, hieß es weiter. Biotest, spezialisiert auf die Herstellung von Arzneimitteln aus Blutplasma, und Creat hatten sich bereits im Frühjahr auf eine Übernahme geeinigt. Creat ist laut eigenen Aussagen Chinas größte börsennotierte Gesellschaft für Plasmaprodukte.

Die Transaktion hat einen Wert von rund 940 Mio. EUR. Dabei wollen die Chinesen den Biotest-Aktionären 19 EUR je Vorzugspapier und 28,50 EUR je Stammaktie bezahlen. Biotest wäre nicht das erste deutsche Unternehmen, dessen Übernahme durch die US-Behörden gestoppt wurde: Im vergangenen Herbst platzte der Deal zwischen Aixtron und dem chinesischen Investor Fujian Grand Chip Investment (FGC), nachdem CFIUS Sicherheitsbedenken geäußert hatte. Daraufhin stoppte der damalige US-Präsident Barack Obama durch sein Veto den Verkauf der US-Niederlassung von Aixtron. FGC zog anschließend das Übernahmeangebot zurück.

ma-rev.de/jMRIa8
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