02.05.18

Merck verkauft Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten an Procter & Gamble (Ausgabe 5/2018)

Merck hat eine Vereinbarung zum Verkauf seines globalen Consumer-Health-Geschäfts an Procter & Gamble für rund 3,4 Mrd. EUR (4,2 Mrd. USD) in bar unterzeichnet. Die Transaktion wird über den Verkauf von Anteilen an mehreren Merck-Tochtergesellschaften sowie im Wege weiterer sogenannter Asset Deals durchgeführt. Sie umfasst das Consumer-Health- Geschäft in 44 Ländern mit mehr als 900 Produkten und zwei von Consumer Health geführten Produktionsanlagen in Spittal (Österreich) und Goa (Indien). Im Rahmen der Transaktion sollen rund 3.300 Mitarbeiter, im Wesentlichen von Consumer Health, zu P&G wechseln. Der Verkauf des globalen Consumer- Health-Geschäfts umfasst noch nicht das französische Consumer-Health-Geschäft. Für dieses hat P&G zunächst ein bindendes Angebot zum Erwerb abgegeben, das Merck nach Durchführung der Informations- und Konsultationsverfahren mit den jeweiligen lokalen Arbeitnehmervertretern annehmen kann. Für das Geschäft in Indien wurde vereinbart, dass P&G die Mehrheitsbeteiligung von Merck an der börsennotierten Merck Ltd. (Indien) erwirbt und in der Folge den Minderheitsaktionären ein Pflichtangebot macht. Der Vollzug der Transaktion wird zum Ende des vierten Quartals 2018 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung relevanter Aufsichtsbehörden. Merck beabsichtigt, mit dem Nettoerlös aus der Veräußerung in erster Linie die Entschuldung weiter voranzutreiben. Gleichzeitig erhöht sich für Merck die Flexibilität, seine drei Unternehmensbereiche weiter zu stärken. Die Entscheidung für Procter & Gamble kam allerdings überraschend. Weitere Interessenten für die Sparte mit rezeptfreien Medikamenten waren unter anderem Nestlé und Reckitt Benckiser, wobei es schien, dass der US-Konzern Mylan den Zuschlag bekommt.

ma-rev.de/EAW5MZ



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