03.02.17

Zukäufe von Finanzinvestoren auf Zehnjahreshoch (Ausgabe 1-2/2017)

Nach einem eher verhaltenen ersten Halbjahr stieg die Zahl der Zukäufe durch Finanzinvestoren im Vergleich zur ersten Jahreshälfte im zweiten Halbjahr 2016 um 63% von 65 auf 106 an. Der Wert dieser Transaktionen hat sich sogar mehr als verdreifacht: von 5,0 auf 15,8 Mrd. EUR. Mit insgesamt 171 Deals im Gesamtwert von 20,8 Mrd. EUR war 2016 damit das stärkste Private-Equity-Jahr in Deutschland seit dem Vorkrisenjahr 2007 – damals hatten Finanzinvestoren hierzulande für 30,2 Mrd. EUR zugekauft. Die Verkäufe deutscher Unternehmensbeteiligungen lagen ebenfalls über dem Vorjahresniveau: Insgesamt 106 derartige Transaktionen im Gesamtwert von 19,7 Mrd. EUR wurden gezählt – im Vorjahr waren es 91 Deals im Wert von insgesamt 16,9 Mrd. EUR. Erstmals seit 2012 haben Finanzinvestoren damit auf dem deutschen Markt wieder mehr investiert, als sie bei Beteiligungsverkäufen eingenommen haben, so eine Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY. Während Private-Equity-Fonds im zweiten Halbjahr dieses Jahres so aktiv waren wie seit mehr als zehn Jahren nicht – zuletzt gab es im ersten Halbjahr 2006 mit 108 Deals mehr Zukäufe –, verzeichnete der übrige M&A-Markt kräftige Einbußen: Die Zahl der Transaktionen, bei denen nicht Private-Equity-, sondern strategische Investoren als Käufer deutscher Unternehmen auftraten, sank im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um ein Viertel von 279 auf 210.


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