Weltwirtschaft im Jahr 2017: E7 vor G7 (Ausgabe 3/2011)
Die Wirtschaftsmacht verlagert sich durch die weltweite Finanzkrise schneller in die Schwellenländer. Die rasant wachsenden E7-Wirtschaftssysteme werden die G7-Industrienationen in den Jahren 2017 beziehungsweise 2032 überholen. China und Indien funktionieren dabei als Lokomotiven. Diese und weitere Erkenntnisse gehen aus der PwC-Studie „The World in 2050“ hervor, welche die Entwicklungen der G20-Wirtschaftsnationen plus Nigeria und Vietnam untersucht. Die aufstrebenden E7-Länder China, Indien, Brasilien, Russland, Mexiko, Indonesien und Türkei werden das BIP der G7 gemessen an Marktwechselkursen (MER) bis ins Jahr 2032 überholen. Gemessen in Kaufkraftparitäten (KKP*) übertreffen sie das BIP der G7 sogar noch vor dem Jahr 2020. Heute erreichen die E7-Staaten rund 36% des BIP „MER“ beziehungsweise 72% des BIP „KKP“ der G7. China dürfte die USA bis ins Jahr 2018 (BIP „KKP“) beziehungsweise 2032 (BIP „MER“) als größte Wirtschaftsmacht überholen. Innovationen gehören bei der größten Wirtschaftsmacht zur Tagesordnung. Nur so kann China weiter wachsen und das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum aufgrund seiner 1-Kind- Politik abfedern. Indiens Anteil am Welt-BIP „MER“ dürfte bis ins Jahr 2050 auf 13% anwachsen. Indien wäre somit bis ins Jahr 2050 die am schnellsten wachsende Wirtschaftsmacht. Die Schweizer Exporte in die Schwellenländer steigen seit dem Jahr 1990 überdurchschnittlich. So betrugen etwa die Ausfuhren im Jahr 2009 nach Brasilien 1.996,6 Mio. SFr (1990: 535,6 Mio. SFr), nach Indien 2.155,4 Mio. SFr (1990: 392,8 Mio. SFr), und nach China 5.501,1 Mio. SFr (1990: 415 Mio. SFr). Zum Vergleich: Wichtigster Handelspartner der Schweiz ist heute Europa mit einem Exportvolumen im Jahr 2009 von 117.845,5 Mio. SFr (1990: 60.811,9 Mio. SFr).
* KKP berücksichtigt das tiefere Preisniveau in aufstrebenden Volkswirtschaften und bereinigt Preisniveauunterschiede.
Weitere Informationen zu der Studie „The World in 2050“ finden Sie unter www.pcw.ch.



