Übernahmeziel und Timing bestimmen M&A-Erfolg (Ausgabe 7-8/2011)
Wenngleich vom Wert und Volumen her noch nicht auf Vorkrisenniveau, war 2010 gemessen an der Kapitalmarktreaktion auf angekündigte Transaktionen ein besonders gutes Jahr für Übernahmen: Die durchschnittliche Reaktion des Kapitalmarktes – der sogenannte Ankündigungseffekt – nach einer Übernahme war erstmals seit 1996 im Schnitt positiv für börsennotierte Käufer – und auch übernommene Unternehmen profitierten überproportional. Dies zeigt die aktuelle M&A-Studie Riding theNextWave der BostonConsultingGroup (BCG). Basierend auf rund 26.000 Transaktionen, die weltweit seit 1988 durchgeführt wurden, analysiert sie, welche Faktoren für eine wertschaffende Akquisition ausschlaggebend sind. Dabei zeigt sich: Erfolgsentscheidend sind die Auswahl der Übernahmeziele, der Zeitpunkt des Angebots sowie das Management des gesamten Transaktionsprozesses. Entgegen den Erwartungen belegt die Studie, dass Serienkäufer durch M&A-Transaktionen in der Regel geringere Renditen als gelegentliche Käufer erzielen. Dennoch sind sie gerade bei Akquisitionen mit hoher Komplexität erfolgreicher, etwa bei Transaktionen mit notleidenden Unternehmen, der Übernahme von privaten Unternehmen oder Akquisitionen auf anderen Kontinenten. Die vollständige Studie findet sich unter m-a-report-2011.bcg.de



