29.10.10

Stützen weltweit lokale Rahmenbedingungen die vorsichtige Zuversicht auf dem Leveraged Finance-Markt? (Ausgabe 11/2010)

Auf dem weltweiten Leveraged Finance-Markt zeichnet sich eine vorsichtige Zuversicht ab. In diesem Kontext beleuchtet eine Studie die lokalen Rahmenbedingungen für Private Leveraged M&A-Transaktionen, die die internationale Anwaltsgesellschaft Allen & Overy in Zusammenarbeit mit 118 lokalen Kanzleien in 145 Ländern durchgeführt hat*. Gegenstand der Untersuchung waren die länderspezifischen Gestaltungsspielräume im Bezug auf Kapitalertragssteuern, Sicherheiten, Rückforderungen, Fusionskontrollregeln, Genehmigungen für ausländische Direktinvestitionen und Arbeitnehmerrechte. Unter den schnell wachsenden BRIC-Staaten bieten Brasilien, Russland und Indien vorteilhafte Rahmenbedingungen, während China sich mit einem mit Kontinentaleuropa vergleichbaren Ansatz abhebt. In Afrika scheinen die unterschiedlichen Rechtsordnungen auch die Einstellung gegenüber Leveraged M&ATransaktionen zu prägen. Während die ehemaligen französischen Kolonien, wie zum Beispiel Marokko, Algerien und Niger, strengere Regelwerke haben, positionieren sich hingegen die ehemaligen britischen Kolonien, wie beispielsweise Sudan, Südafrika und Nigeria, tendenziell offener. In Europa sticht wenig überraschend Großbritannien als besonders liberal heraus, wobei sich Unterschiede insbesondere in Teilbereichen, wie der steuerlichen Bewertung von Transaktionen, zeigen. Zusammenfassend geht der weltweite Trend nicht zu weiterer Deregulierung, sondern vielmehr in die umgekehrte Richtung. Staaten mit derzeit liberalen Ansätzen setzen zunehmend auf umfassendere und restriktive Regelungen. 



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