30.06.17

Stichtwort: M&A in der Automobilindustrie 2017 (Ausgabe 7-8/2017)

Nach Rekordjahren ist auch für das Jahr 2017 mit einem erfreulichen Aufkommen von Unternehmensakquisitionen in der Automobilindustrie zu rechnen. Diese Annahme gründet vor allem in der weiteren technischen Entwicklung des Kernprodukts, aber auch der alternativen Mobilitätskonzepte. Im analogen Bereich wird die gemeinsame Manufaktur von Autos oder Teilen und die Reduzierung von Überkapazitäten zu einer Konzentration des Angebots und letztlich zu mehr Kapitaleffizienz führen. Ziele von technologisch bedingtem M&A werden Elektronik und Software sein, aber auch digital-analoge Partnerschaften. Autohersteller kaufen sich digitales oder technisches Know-how ein, gleichzeitig etablieren sich große globale Technologieanbieter als automobile Zulieferer für Sicherheitssysteme, autonomes Fahren, Digitalisierung und Konnektivität. Investitionen in den digitalen Sektor sind kein Schnäppchen und Mitarbeiter aus der Start-up-Welt müssen nach der Transaktion beim traditionellen, analogen Automobilhersteller langfristig zur digital-analogen Wertschöpfung beitragen. Transaktionen sind in der Auto-zu-Auto-Kommunikation zu erwarten, ferner bei der Erfassung der Umwelt und Verarbeitung der Daten dazu, in der Telekommunikation und der Infrastruktur für E-Mobilität. Letztere verlangt nach Public Private Partnerships. Abhängigkeiten in der Lieferkette wollen weiter verringert werden. Natürlich werden weiterhin auch die politischen Rahmenbedingungen eine große Rolle spielen. Eine mittelfristige Prognose ist in diesem Bereich momentan nur schwer abschätzbar („Trump-Administration“, Brexit etc.).

Dr. Michael Malterer
Rechtsanwalt und Partner, Dentons
Co-Leiter der deutschen und europäischen Automotive Group


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