Stabile Kursentwicklung bereitet Boden für Neuemissionen (Ausgabe 2/2011)
Das starke Schlussquartal 2010 stimmt optimistisch für das Jahr 2011: Mit zehn Milliarden Euro im vierten Quartal lag das Gesamtvolumen der europäischen Erstemissionen (Initial Public Offerings, kurz: IPO) rund viermal so hoch wie im dritten Quartal. Dank stabiler Kursentwicklung an den Aktienmärkten rechnet der vierteljährlich erscheinende „IPO Watch Europe“* von PwC daher mit weiteren Erstemissionen im neuen Jahr. Für das Gesamtjahr 2010 verzeichnete PwC 381 Emissionen im Volumen von zusammen 26,3 Mrd. Euro gegenüber lediglich 126 Emissionen und einem Emissionsvolumen von 7,1 Mrd. Euro im Krisenjahr 2009. Führend im vierten Quartal war die Londoner Börse mit 52 Börsengängen und einem Emissionsvolumen in Höhe von 5,6 Mrd. Euro. Auf Platz zwei und drei kamen Warschau mit 40 und Frankfurt mit zehn Börsengängen. Fünf IPOs an der Osloer Börse erbrachten einen Gesamterlös von knapp 2 Mrd. Euro, während neun Emissionen an der Nasdaq OMX Europe auf einen Wert von insgesamt knapp 1,3 Mrd. Euro kamen. Die Frankfurter Börse lag im vierten Quartal auf dem europaweit fünften Platz: Sie verzeichnete Emissionserlöse von 286 Mio. Euro (Vorquartal: 377 Mio. Euro). Im Gesamtjahr 2010 summierte sich das Frankfurter Emissionsvolumen auf gut 2,4 Mrd. Euro (in 2009: 53 Mio. Euro). Das europäische IPO-Geschäft rangierte 2010 knapp hinter dem US-amerikanischen. Hier entfielen - bei einem Gesamterlös von ca. 29,6 Mrd. Euro - allein auf das vierte Quartal 14,8 Mrd. Euro. Doch der Spitzenreiter im internationalen Vergleich war eindeutig China: An Chinas Börsen gab es 2010 insgesamt 519 IPOs mit einem Emissionsvolumen von zusammen fast 98 Mrd. Euro. Anzahl der IPOs sowie Emissionsvolumen haben sich damit gegenüber 2009 mehr als verdoppelt.
* www.pwc.de/ipo-watch-jan2011



