Private Equity-Anleger wenden sich verstärkt den Schwellenländern zu (Ausgabe 6/2010)
Auf der Suche nach neuem Wachstum wenden sich PE-Anleger verstärkt den Schwellenländern zu. Wie die neueste „EMPEA/Coller Capital Emerging Markets Private Equity Survey“* hervorhebt, sind institutionelle Anleger der Meinung, dass Schwellenländer attraktive Anlagemöglichkeiten für Private Equity-Investoren bieten: Mehr als die Hälfte (57%) aller Limited Partners (LPs), die derzeit in den Emerging Markets Private Equity (EM PE) investiert, plant weitere Investitionen in diesem Marktsegment innerhalb der nächsten zwei Jahre. Lediglich 11% aller Investoren beabsichtigen, weniger in EM PE zu investieren – diese Zahl betrug im Vorjahr noch 38%. Liquiditätsprobleme und ein zu hoher PE-Portfolioanteil wurden als häufigste Gründe für eine solche Entscheidung genannt. Es ist zu erwarten, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre der Anteil von EM PE an den Gesamtportfolios der LPs von derzeit rund 6-10% auf etwa 11-15% ansteigen wird. 77% aller LPs erwarten eine jährliche Nettorendite von mehr als 16% von ihrem EM PE-Portfolio. Im Vergleich dazu erwarten lediglich 29% aller LPs eine vergleichbare Nettorendite von ihrem weltweiten PE-Portfolio. Im Vergleich mit börsennotierten Anlagemöglichkeiten in Schwellenländern zeigten sich 70% aller LPs „zufrieden” oder „sehr zufrieden” mit der erzielten Rendite ihres EM PE-Portfolios. 61% aller LPs zufolge werden Interessenkonflikte zwischen General Partners und LPs in Schwellenländern ebenso gut gehandhabt wie in Industriestaaten. 23% aller LPs sind sogar der Ansicht, dass solche Interessenkonflikte in Schwellenländern besser gehandhabt werden. China, Brasilien und Indien gelten in Anlegerkreisen nach wie vor als die attraktivsten Märkte. Danach kommen Schwellenländer in Asien (Vietnam, Indonesien und Thailand).
* Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage sind auf den Internetseiten von Coller Capital (www.collercapital.com) bzw. EMPEA (www.empea.net) erhältlich.



