22.05.13

M&A-Studie: Deutsche Familienunternehmen auf Expansionskurs (Ausgabe 6/2013)

Die deutschen Familienunternehmen expandieren weltweit verstärkt über strategische Unternehmenskäufe. Dabei haben sie bevorzugt Zukäufe in Deutschland im Blick. Im Ausland sind die USA, Italien, Spanien und die Türkei die attraktivsten Länder. Dies zeigt die Studie zur Expansion deutscher Familienunternehmen von Rödl & Partner, für die die Kanzlei Finanzinstitute weltweit befragt hat.

Im Vergleich zum Vorjahr fokussieren sich die Unternehmen bei Akquisitionen stärker auf die Länder der Europäischen Union und Nordamerika. Die Länder Asiens und Lateinamerikas sind dagegen zurückgefallen. Unternehmenskäufe ermöglichen es, schnell zu wachsen, Know-how zu erwerben und Marktanteile zu erschließen. Dabei sind zwei Stoßrichtungen zu beobachten: In Südeuropa sowie teilweise auch in den USA sind Übernahmen von in die Krise geratenen Unternehmen bei niedrigen Kaufpreisen attraktiv. In Deutschland und in anderen wirtschaftlich starken Ländern Westeuropas scheitern dagegen viele Transaktionen an den zu hohen Preisvorstellungen auf der Verkäuferseite, erklärt Michael Wiehl, Leiter der M&A-Praxis bei Rödl & Partner.

Mit Blick auf die Zukunft rechnen die befragten Institute zwar mit einer steigenden Zahl an Unternehmenskäufen, die Aussichten auf eine Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise werden aber eher skeptisch bewertet. Die Stärke der mittelständischen Unternehmen zieht allerdings auch immer mehr Investoren aus dem Ausland an, darunter Beteiligungsgesellschaften, die den wachstumsstarken deutschen Mittelstand für sich entdeckt haben. Dies wird den Wettbewerb weiter verschärfen und für steigende Preise sorgen.

www.roedl.de/transaktionsstudie



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