28.01.11

M&A-Markt kommt langsam in Schwung (Ausgabe 2/2011)

Das Vertrauen in den Markt für Fusionen und Übernahmen in Europa kehrt zurück. Für 2011 plant rund jedes sechste Unternehmen selbst eine signifikante Akquisition (das heißt eines Unternehmens mit einem Umsatz von mehr als 500 Mil­lionen Euro). Dennoch agieren viele Unternehmen weiterhin vorsichtig; drei Viertel sehen Konsolidierung im Kerngeschäft als wahrscheinlichsten Transaktionstyp. Zu diesen Ergebnis­sen kommt eine Befragung von rund 180 CEOs und Führungskräften bör­sennotierter Unternehmen in Europa, die gemeinsam von The Boston Con­sulting Group (BCG) und der Invest­mentbank UBS durchgeführt wurde*. Ein Drittel der befragten Unternehmen rechnet mit Akquisitionen europäi­scher Aktiengesellschaften in diesem Jahr. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen (37%) erwartet, dass die kommenden zwölf Monate der beste Zeitpunkt für eine größere Transaktion sind. Die Hälfte dieser Gruppe hält sogar die nächsten sechs Monate für den besten Zeitraum. Auch Private Equity gewinnt wieder an Bedeutung: Rund die Hälfte der befragten Unter­nehmen erwartet in den nächsten zwölf Monaten ein stärkeres Enga­gement von Private Equity-Firmen in ihrer Branche – wenngleich auf einem niedrigeren Niveau als vor Einsetzen der Krise. Dennoch äußert sich in den Umfrageergebnissen auch eine gewisse Vorsicht: Die meisten Unter­nehmen planen beispielsweise keine Übernahmen außerhalb ihrer Branche, und 76% der Befragten rechnen vor allem mit Konsolidierungsdeals. Auch stehen Restrukturierungstransaktio­nen wie Carve-Outs oder IPOs noch immer hoch im Kurs. Zwei Drittel der Unternehmen erwarten solche Aktivi­täten für 2011 mindestens auf demsel­ben Niveau wie im letzten Jahr. ¡

* Die vollständige Studie steht zum Download bereit unter:http://www.bcg.de/impact_expertise/funktionale/cd/ma_divestments.aspx



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