M&A im Jahr 2009 auf Rekordtief – Erholung in 2010 zeichnet sich ab (Ausgabe 3/2010)
Bei den weltweiten Fusionen und Übernahmen (M&A) kam es im Jahr 2009 zu einem drastischen Einbruch. Nur noch knapp 18.500 Fusionen und Übernahmen mit Mehrheitsbeteiligung und einem Gesamtvolumen von knapp 1.000 Mrd. Euro kamen im vergangenen Jahr zustande. 2009 war damit das umsatzschwächste Jahr in diesem Jahrzehnt. Noch im Jahr 2007 wurden in einem konjunkturell günstigen Umfeld mehr als 22.800 Fusionen und Übernahmen mit einem Gesamtvolumen von 1.800 Mrd. Euro realisiert. Insgesamt haben die M&AAktivitäten im vierten Quartal 2009 allerdings wieder deutlich angezogen und damit die schlechte Bilanz des Jahres 2009 abgemildert. So kletterte der ZEW-ZEPHYR M&A-Index* im Dezember 2009 auf 128 Punkte. Er liegt damit zum Ende des vierten Quartals wieder deutlich über seinem Startniveau von 100 Punkten sowie über seinem langjährigen Mittel von 126 Punkten. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Hoffnung für das Jahr 2010. Tiefststände hatte der Index zuletzt im Mai und August 2009 mit 95 bzw. 97 Punkten erreicht. Der ZEW-ZEPHYR M&A-Index wird monatlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Bureau van Dijk (BvD) berechnet. Er bildet die Entwicklung abgeschlossener Fusionen und Übernahmen weltweit ab. Dass bei den weltweiten M&A-Aktivitäten eine Bodenbildung eingesetzt hat, dafür spricht die gesamtwirtschaftliche Erholung, die sich Anfang des Jahres 2010 abzeichnet. Sie wird sich in den nächsten Monaten auch positiv auf das M&AGeschäft auswirken. Vor allem im Finanzsektor rechnen BvD-Experten mit einem Anstieg der M&A-Aktivitäten. Gemäß EU-Auflagen werden viele Kreditinstitute, die Staatshilfen erhalten haben, jene Beteiligungen verkaufen müssen, die für ihr künftiges Geschäft strategisch nicht unbedingt erforderlich sind.
* Die vollständige Pressemeldung finden Sie hier:
www.zew.de/de/presse/presse.php.



