25.06.11

Kraftwerksinvestitionen in Deutschland – ein Pokerspiel (Ausgabe 7-8/2011)

Nach einer aktuellen Studie von goetzpartners wird sich die „Deutschland Energie AG“ in ihrer jetzigen Form, die sich aufgrund der Liberalisierung des Energiemarktes seit 1998 zu einemGeflecht vonMinderheitsbeteiligungen entwickelt hat, neu ordnen. Über die letzten Jahre hinweg konnten sich die großen Energieversorger in ihrer Rolle als Minderheits-Anteilseigner der Stadtwerke auf eine stabile Eigenkapitalrendite in Höhe von durchschnittlich knapp 5% verlassen. Zusätzlich erwirtschafteten sie attraktive Gesamtrenditen, da sie gesicherte und teilweise langfristige Strom- und Gaslieferverträge mit den Stadtwerken hatten. Doch die aktuellen Marktentwicklungen aufgrund des verstärkten Wettbewerbs in der Strom- und Gasbeschaffung stellen dieses tradierte Modell in Frage. Die großen Energieversorger werden versuchen, den strategischen Nutzen ihrer Beteiligungen durch organische (zum Beispiel Dienstleistungen für Dritte, Unterstützung bei neuen Themen wie E-Mobility, Glasfasernetze etc.) und anorganische Maßnahmen (zum Beispiel Asset Swaps) zu maximieren. Nach Einschätzung von goetzpartners werden knapp 50% der Anteilseigner Transaktionen durchführen, sei es als Asset Swap (über 40%) oder Verkauf von Anteilen (5%). Der Anteil der Stadtwerks-Gesellschaften mit Alleingesellschafter wird sich bis 2020 auf knapp 70% erhöhen, die Kommunen werden durchschnittlich zu 75%an den Stadtwerks-Gesellschaften beteiligt sein.

www.goetzpartners.com/de/veroeffentlichungen/publikationen/publication



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