02.01.13

Grenzüberschreitende IPOs gewinnen an Bedeutung (Ausgabe 1/2013)

Börsengänge jenseits der eigenen Landesgrenzen sind beliebt: Sie machten zwischen 2002 und 2011 rund 9% der weltweiten IPOs aus. Gemessen am eingesammelten Kapital betrug ihr Anteil sogar 13%. „Unternehmen aus Schwellenländern wählen für ihr IPO häufig einen etablierten Börsenplatz“, berichtet Nadja Picard, Kapitalmarkt-Expertin bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC: Allein auf dem amerikanischen Markt platzierten 171 Unternehmen aus dem asiatischen Raum zwischen 2002 und 2011 Neuemissionen im Wert von 27 Mrd. US-$. Weitere 155 Unternehmen aus Asien entschieden sich für einen Börsengang in Europa, dem Nahen Osten oder Afrika, sie erlösten ein Gesamtvolumen von 19 Mrd. US-$. Rund ein Drittel aller grenzüberschreitenden IPOs ging von chinesischen Unternehmen aus, zeigt die Studie „Equity sans frontières“ von PwC und Baker & McKenzie.

Die wichtigste Börse für grenzüberschreitende IPOs zwischen 2002 und 2011 war London. Dort verzeichnete man 480 IPOs von Unternehmen aus dem Ausland, gefolgt von New York mit 264 IPOs. Wichtigster Grund für einen grenzüberschreitenden Börsengang ist der PwC-Studie zufolge der Zugang zu Kapital, gefolgt von den Vorzügen eines etablierten Kapitalmarkts. PwC-Partnerin Picard erwartet für die Zukunft weitere Möglichkeiten grenzüberschreitender IPOs: „Die Regulierung von Börsen in Schwellenländern wird sich dem Niveau etablierter Kapitalmärkte annähern. Das eröffnet auch westlichen Unternehmen Optionen für ein Listing in Emerging Markets.“

 www.pwc.de/de/kapitalmarktorientierte-unternehmen/pwc-studie-boersengaenge-im-ausland-stehen-hoch-im-kurs.jhtml



Aktuelle Ausgabe

März 2017
Mehr...
E-Mag lesen


M&A China/Deutschland


M&A Datenbanken

> M&A DATABASE

Schnellsuche in M&A REVIEW


Anzeige