Europäische Unternehmen erwarten für 2010 Anstieg bei M&A (Ausgabe 3/2010)
Der M&A-Markt kehrt zur Normalität zurück – verbunden mit einem erwarteten deutlichen Aufwärtstrend. Dennoch wird die bestehende Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung 2010 vor allem zu kleineren, risikoärmeren Konsolidierungstransaktionen führen und einige andere Unternehmen sogar von M&A-Aktivitäten abhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von mehr als 160 CEOs börsennotierter Unternehmen in Europa, die von der Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG) und der Investmentbank UBS durchgeführt wurde*. Jedes fünfte Unternehmen plant demnach für 2010 eine substanzielle Akquisition, d.h. Übernahmeziel ist ein Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Mio. Euro. Die wichtigsten Gründe für M&A sind wachstumsorientiert: Mehr als die Hälfte (57%) der befragten Unternehmen wollen durch eine Transaktion ihr bestehendes Produkt- bzw. Serviceportfolio ausbauen, während 39% in neue Märkte eintreten und 30% neue Kunden und Vertriebskanäle erschließen wollen. Nach möglichen Hindernissen für M&A-Aktivitäten gefragt, nennen je rund 40% der CEOs einen Mangel an attraktiven Übernahmezielen sowie hohe Unternehmensbewertungen. Rund die Hälfte der Befragten will dem M&A-Geschehen solange fernbleiben, bis sich die wirtschaftlichen und kapitalmarktbezogenen Indikatoren nachhaltig bessern. Die Mehrheit der für 2010 geplanten Transaktionen, so die Erwartung der Befragten, werden Konsolidierungstransaktionen sein. Zugleich erwarten die meisten Befragten, dass vor allem kleinere Unternehmen übernommen werden. Erwarteten 2009 noch 43% branchenumwälzende Transaktionen, so sind es für 2010 nur noch 20%. Gleichzeitig wird die Zahl der Restrukturierungstransaktionen zunehmen: Etwa jedes dritte Unternehmen plant, durch die Abspaltung von Geschäftseinheiten seine strategische und finanzielle Lage zu stärken. ?
* Die vollständige Studie finden Sie hier: www.bcg.com/documents/file36677.pdf.



