Die Emerging Markets im Januar (Ausgabe 3/2011)
Die Emerging Markets zeichneten im Januar 2011 ein sehr unterschiedliches Bild. Die zahl- und erfolgreichen Anleiheemissionen der Eurozonen- Peripherie-Länder wie Spanien, Portugal und Italien wurden als Hinweis gewertet, dass sich die riskante Fiskallage dieser Länder entschärft hat. Damit hat sich auch das Ansteckungspotenzial für die angrenzenden Länder verringert, wodurch eine neuerliche Finanzkrise in Europa, die die mittelund osteuropäischen Länder stark in Mitleidenschaft ziehen könnte, als weniger wahrscheinlich gilt. An den Märkten in Nahost und Nordafrika (MENA) waren im Januar Einbußen zu verzeichnen. Hauptgrund waren die Reaktionen der Anleger auf die politischen Unruhen in Ägypten und Tunesien. Welches politische System sich dort nach Ende der Proteste etablieren wird, ist Anfang Februar bei beiden Ländern immer noch unklar. Klar ist jedoch: Weder Ägypten noch Tunesien haben mit erheblichen finanziellen Ungleichgewichten zu kämpfen, die leicht in eine Finanzkrise münden können. Auch werden die langfristigen Stärken der MENARegion mit ihren vielfältigen Chancen in der Infrastrukturentwicklung und den – aller Wahrscheinlichkeit nach – steigenden Verbraucherausgaben durch den Regimewechsel in Tunesien – und die möglicherweise bevorstehende Ablösung der ägyptischen Regierung – in nichts beeinträchtigt. In Indien, wenn nicht gar im gesamten asiatisch-pazifischen Raum, bereitete der Inflationsdruck Anlegern Besorgnis. Auch in Lateinamerika rückte das Thema Geldentwertung ins Bewusstsein. Aus Sorge um eine Inflation in Brasilien kam es neben einer Erhöhung der Mindestreservesätze für Geschäftsbanken nun auch zu einer Erhöhung des Leitzinses.
Nähere Informationen zu der Entwicklung an den weltweiten Emerging Markets finden Sie in den „Emerging Markets – Facts and Figures“ auf der Barings Website (www. barings.com).



