Chinesische Automobilzulieferer expandieren nach Europa (Ausgabe 10/2011)
Die globale Automobilbranche hat sich von der schweren Krise 2008/2009 gut erholt – eine Entwicklung, die sich auch auf die Zulieferindustrie positiv auswirkt. So hat sich die Zahl der Insolvenzen unter den Lieferanten im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduziert. Auch die Konditionen auf dem Transaktionsmarkt haben sich verbessert: Wurden 2009 weltweit lediglich 302 Transaktionen abgeschlossen, so waren es im vergangenen Jahr 341. Dabei zeichnet sich auf dem Transaktionsmarkt ein neuer Trend ab: Während die Hauptakteure vor der Krise vor allem Finanzinvestoren waren, verlagert sich der Schwerpunkt nun auf strategische Investoren. Vor allem Investoren aus Asien sind an Übernahmen europäischer Zulieferer interessiert. Das liegt nicht zuletzt an der Wirtschaftspolitik der Volksrepublik China. Denn der aktuelle Fünfjahresplan sieht die Verbesserung der technologischen Position chinesischer Unternehmen durch die Übernahme ausländischer Mitbewerber vor. Wird der Fünfjahresplan erfolgreich umgesetzt, können chinesische Zulieferer an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen, indem sie niedrige Kosten mit europäischer Expertise verbinden. Die Roland Berger-Studie „Chinese appetite – Emerging market players are buying into the European auto supplier industry“ finden Sie unter www.rolandberger.com/media/studies



