Bewertungsniveau in Ost- und Südosteuropa sinkt – Chancen für Zukäufe (Ausgabe 1/2010)
Zum ersten Mal seit der Transformation sind die ost- und südosteuropäischen Unternehmen durch die Wirtschaftskrise ins Trudeln geraten. Die Unternehmensbewertungen orientieren sich zunehmend an der Faktenlage: Der Wirtschaftseinbruch beutelt die Unternehmen, der Auslandswettbewerb nimmt zu, die Exporte brechen ein, die Inlandsnachfrage schwächelt, die Auslandsfremdfinanzierungen lösen zusätzliche Risiken aus, neue Kredite gibt es im momentanen Finanzierungsumfeld kaum. Auch wachsen Forderungsausfälle, das Working Capital gerät außer Kontrolle, mangelhaftes Liquiditätsmanagement, Überkapazitäten und Abschreibungen führen zu einer Zunahme der Verschuldung. Die gesamtwirtschaftliche Situation in diesen Märkten ist sehr angespannt. Die Erwartungshaltung der Eigentümer vom fortwährenden Reichtum beginnt sich zu drehen. Die überwiegende Zahl der Unternehmer ist nicht in der Lage, ihr Unternehmen durch die Krise zu führen. Sie kommen mit den veränderten Marktbedingungen nur schwer zurecht, zumal die Länge der Durststrecke unbekannt ist und die Bilanzen sich bereits rot einfärben. Die Neuausrichtung der Unternehmensorganisation auf die Bedürfnisse der Kunden scheitert vielfach an der Umsetzung. Für strategisch gut aufgestellte, liquiditätsstarke Westunternehmen ist jetzt die Zeit der Akquisitionsvorbereitung, um nach attraktiven Targets Ausschau zu halten oder den Markteintritt und weiteren Vertriebsaufbau voranzutreiben. Die Konjunkturkrise ist eine Chance für Zukäufe. Für die Verwirklichung der Akquisitionsstrategie wird ein guter M&A-Berater vor Ort benötigt, der in der Lage ist, zukunftsfähige Unternehmen zu identifizieren, marktgerecht zu bewerten, die richtigen Kaufpreise verhandelt, das Wertsteigerungspotenzial abklopft und länderspezifische Erfahrungen hat, sowie die Fragen von Steuerbefreiungen und Förderung im Rahmen einer Due Diligence bei Transaktionen mit abklären kann. Wachstumspotenzial haben die ost- und südosteuropäischen Märkte allemal.



