22.05.13

Auslandsinvestoren und Private-Equity-Fonds kaufen mehr deutsche Industrieunternehmen (Ausgabe 6/2013)

Ausländische Unternehmen und Finanzinvestoren haben 2012 mehr deutsche Industrieunternehmen erworben als im Vorjahr. Gegenüber 2011 stieg die Zahl der Transaktionen mit einem Käufer aus dem Ausland von rund 100 auf 113. Damit erhöhte sich der Anteil der Deals mit ausländischer Beteiligung von knapp unter 51% auf gut 54%, wie aus der Studie „Doing Deals in 2013 – an Insight into current Industrial Products Deal Environment“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht.

Auch Finanzinvestoren engagierten sich wieder stärker: Waren Private-Equity-Fonds und vergleichbare Käufer zwischen 2009 und 2012 in Folge der Finanzkrise nur noch an 20% der Transaktionen in der deutschen Industrie beteiligt, stieg der Anteil im vergangenen Jahr auf 24%.

„Viele deutsche Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Metallverarbeitung und anderen Industriebranchen wachsen dank ihrer Exportstärke auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Damit ist die deutsche Industrie ein attraktives Ziel für internationale Finanzinvestoren sowie ausländische Wettbewerber, die sich Marktanteile und Know-how durch Akquisitionen sichern können“, erläutert Christian Knechtel, PwC-Partner im Bereich Transactions.

Bemerkenswert ist insbesondere das gestiegene Interesse von Investoren aus Übersee. Standen Investoren aus den BRIC-Staaten in den Jahren 2009 und 2010 erst bei 4% aller Deals auf der Käuferseite, lag ihr Anteil in den Jahren 2011/2012 bereits bei 8%.

www.pwc.de/doing-deals-2013


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