Aufschwung kommt auf dem deutschen Private Equity-Markt an (Ausgabe 11/2010)
Die Verfügbarkeit von Buy-out-Finanzierungen schätzen die Finanzinvestoren jetzt um weitere 20% besser ein als im Mai 2010. Der Wert zu den Finanzierungskonditionen hat sich um 13% verbessert. Damit liegen beide Werte aktuell um 48% beziehungsweise 30% über der Einschätzung vom Jahresbeginn. Auch andere Teilergebnisse belegen wachsende Zuversicht: So schätzen die Investoren die Geschäftsaussichten ihrer Portfoliounternehmen für die nächsten zwölf Monate um 7% besser ein als noch im Mai. Gegenüber Februar errechnet sich ein Anstieg von 14%. Die besseren Finanzierungsmöglichkeiten und Geschäftsaussichten haben bislang jedoch noch keinen Einfluss darauf, wie die deutschen Private Equity-Investoren die Kaufpreise bewerten, die derzeit aufgerufen werden: hier blieb die Einschätzung konstant. Die aktuelle Befragung liefert außerdem Hinweise, dass unter den Neuinvestments der nächsten Monate wieder mehr zyklische Unternehmen zu finden sein werden: Autozulieferer erhielten eine über 20% bessere Bewertung als im Mai. Der Attraktivitätswert für Maschinenbauer legte um annähernd 20% zu. Die drittgrößte Verbesserung verzeichnete die Elektronikbranche mit einem Zuwachs von 14%. Wenn Private Equity-Investoren aktuell als Verkäufer auftreten, verfügen sie laut Studie „über eine recht starke Position“: 68% der Befragten konnten in den letzten zwölf Monaten bei allen oder den meisten ihrer Transaktionen die Bedingung durchsetzen, dass der Käufer vor Vertragsschluss eine gesicherte Finanzierung vorweisen muss.
* Quelle: Herbstbefragung Private Equity Panel, CMS Hasche Sigle / FINANCE Research.



