Attraktive Deals aus zweiter Hand (Ausgabe 1/2011)
Eine Studie von Golding Capital Partners belegt, dass Secondary Buyouts ausgezeichnetes Wertsteigerungspotenzial bieten. Am Private Equity-Markt haben Secondary Buyouts im Jahr 2010 stark an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um Transaktionen, beidenen ein Unternehmen von einem Private Equity-Fonds an einen anderen veräußert wird; ein wesentlicher Teil der in den vergangenen zwölf Monaten bekannt gegebenen Verkäufe erfolgte auf diesem Wege. Zugleich wurden Secondaries in der öffentlichen Diskussion jedoch auch kritisch beurteilt. Viele Investoren bezweifelten, dass der Erwerb von Unternehmen „aus zweiter Hand“ für die Käuferseite ähnlich lukrativ sein könnte wie ein Erstinvestment. Eine aktuelle Studie des Dachfondsmanagers Golding Capital Partners aus München konnte diese Vorurteile nun entkräften. „Unsere Daten liefern den empirischen Beleg, dass Secondaries für Private Equity-Gesellschaften ebenso attraktiv sind wie Primary Buyouts“, betont Jeremy Golding, Geschäftsführer von Golding Capital Partners. Insbesondere konnte festgestellt werden, dass die IRR-Renditen von Erst- und Zweitinvestitionen nach Bereinigung um Faktoren wie Unternehmensgröße und Region nicht signifikant voneinander abweichen. Die Annahme, dass die Wertsteigerung
von Secondaries vor allem auf den stärkeren Einsatz von Fremdkapital zurückzuführen sei, ließ sich ebenfalls nicht belegen. Auch bei der operativen Wertsteigerung ergaben sich nur insignifikante Unterschiede zwischen
Primary und Secondary Buyouts. „Private Equity-Fonds können mit ihren jeweiligen Kernkompetenzen unterschiedliche Schwerpunkte setzen und ein Unternehmen so über alle Entwicklungsstufen unterstützen“, erklärt Johannes Wendt, Partner bei Golding Capital Partners. „Nach einem Secondary Buyout kann daher der Käufer oft die gleiche Wertsteigerung erzielen wie der Verkäufer.“ Die Studie basiert auf einer proprietären Datenbank von Golding Capital Partners, die insgesamt über 6.000 Buyout- Transaktionen aus den Jahren 1977 bis 2009 enthält.



