Aktuelle M&A-Trends in der deutschen Konsumgüterindustrie (Ausgabe 9/2011)
Die Übernahme des Schokoladenherstellers Stollwerck durch die belgische Baronie-Gruppe, der Erwerb des Outdoor- Ausrüsters Jack Wolfskin durch Blackstone oder der Verkauf der Takko Modemärkte an Apax Partners sind nur einige aktuelle Transaktionsbeispiele der Konsumgüterindustrie. Grundlage für die Transaktionsaktivität ist die Markt-Liquidität in Verbindung mit wieder funktionierenden Finanzierungsmärkten. Finanzinstitute sind laut einer Befragung durch Deloitte deutlich optimistischer als die Konsumgüterunternehmen: 93% sehen gute Möglichkeiten. Bei den Konsumgüterunternehmen sind es 56%. Das größte Hemmnis sehen Banken in einer allgemeinen Unsicherheit bezüglich einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung – die Konsumgüterunternehmen fürchten eher erhöhte gesetzliche Anforderungen. Auch bei der Bewertung künftiger M&A-Aktivität zeigen sich die Finanzinstitute zuversichtlicher als die Unternehmen. Beide gehen von einer steigenden Fremdkapitalaufnahme bei Transaktionen aus, beurteilen die M&APerspektiven positiv und erwarten ein wachsendes Verbrauchervertrauen in den nächsten zwölf Monaten.



