Warren Buffet erwirbt Beteiligung an Münchener Rück und übernimmt Risiken von Swiss Re (Ausgabe 3/2010)
Warren Buffet hat am 18.1.2010 gemeldet, dass er über seine Investmentgesellschaften Berkshire Hathaway Inc., OBH Inc. und National Indemnity Company eine Beteiligung an der Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG (Münchener Rück) in Höhe von 3,084% erworben hat. Das Aktienpaket hat einen Wert von rund 740 Mio. Euro. Zusammen mit einem Optionsgeschäft auf weitere Bezugsrechte in Höhe von 1,945% und den bereits 2008 erworbenen Anteilen (vgl. MAR 6/08), kann er die Meldeschwelle von 5% der Stimmrechte überschreiten. Derzeit größter Aktionär der Münchener Rück ist der US-Vermögensverwalter BlackRock, Inc. mit 4,6% der Stimmrechte. Der Einstieg wird gegenwärtig nur als finanzielle und nicht als strategische Beteiligung betrachtet. Die Münchener Rück leidet aktuell unter anderem unter dem Niedrigzinsumfeld, kam aber dennoch in den ersten neun Monaten 2009 auf einen Nettogewinn von 1,8 Mrd. Euro.
Warren Buffet übernimmt über Berkshire Hathaway Life Insurance, eine Tochter seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway Inc., von der Schweizerischen Rückversicherungs- Gesellschaft AG (Swiss Re) ein Portfolio von Lebensrückversicherungsverträgen mit Assets von rund 1,9 Mrd. SFr. Das weltweit zweitgrößte Rückversicherungsunternehmen Swiss Re erhält dafür eine Provision von 1,3 Mrd. SFr, und gleichzeitig können 300 Mio. SFr an Kapital freigesetzt werden, die nicht mehr zur Absicherung zurückgestellt werden müssen. Warren Buffet hatte sich bereits im März 2009 durch die von ihm kontrollierte Berkshire Hathaway Inc. an einer Kapitalerhöhung von Swiss Re mit 3 Mrd. SFr in Form einer Wandelanleihe beteiligt (vgl. MAR 4/09). Verbucht im ersten Quartal 2010 ist die Transaktion bereits rückwirkend ab Oktober 2009 wirksam. Warren Buffet ist bei den größten drei Rückversicherungsgesellschaft beteiligt.



