22.01.10

Orange und Sunrise fusionieren (Ausgabe 2/2010)

Die Sunrise Communications AG wird von ihrer dänischen Muttergesellschaft, TDC A/S (Tele Danmark Communications), an die France Télécom S.A. für insgesamt 2,7 Mrd. Euro verkauft. France Telecom soll Sunrise mit ihrer Schweizer Tochter Orange Communications S.A. zusammenlegen, um so zu einer stärkeren Wettbewerbsposition gegenüber der dominanten Swisscom AG zu gelangen. Der bisherige CEO von Orange, Thomas Sieber, der auch operativer Chef der zusammengelegten Firmen werden soll, sagte dazu: „bisher konnten wir die Marktverhältnisse nicht signifikant verschieben. Jetzt haben wir viel bessere Chancen, mit Swisscom auf Augenhöhe zu konkurrieren“. Das neue Unternehmen würde konsolidiert ca. 38% des Mobilfunkmarktes sowie rund 13% des Breitbandmarktes erreichen. Swisscom hält im Mobilfunkmarkt einen Anteil von rund 62%. Während Swisscom einen Umsatz von 12,2 Mrd. SFr verbucht, würde das konsolidierte Unternehmen auf Umsatzzahlen von rund 3,1 Mrd. SFr kommen. Neben der gestärkten Wettbewerbsposition (Größenvorteile) werden auch hohe Synergieeffekte erwartet, wie z.B. jährliche Reduktionen der operativen Kosten in Höhe von 200 Mio. SFr; beide Faktoren zusammen werden auf 3,2 Mrd. SFr beziffert. Dadurch sollen neue Investitionen getätigt werden, vor allem in die neue Mobilfunkgeneration (LTE). Die Fusion wird allerdings von mehreren Beobachtern kritisch gesehen, die einerseits einen massiven Personalabbau der insgesamt 2.650 Mitarbeiter sowie einen durch das entstehende Duopol auf dem Mobilfunkmarkt verursachten Stillstand bei Preiskämpfen, befürchten. Die von der Wettbewerbskommission noch zu genehmigende Fusion wird daher von Ökonomen sowohl positiv als auch negativ bewertet. France Télécom hält inzwischen 75% an der neuen Gesellschaft, wohingegen TDC den 25%-igen Anteil bis 2014 stetig zurückschrauben soll.



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