28.05.10

Deutsche Bahn übernimmt britisches Transportunternehmen Arriva (Ausgabe 6/2010)

Die Deutsche Bahn AG (DB) tätigt mit dem Zukauf des britischen Transportunternehmens Arriva PLCdie größte Übernahme in der Firmengeschichte. Die DB bietet den Arriva-Aktionären für die Übernahme 7,75 brit.-£ in bar je Stückaktie. Mitsamt der Übernahme von Schulden in der Höhe von 850 Mio. brit.-£ würde sich der Kaufpreis auf 2,5 Mrd. brit.-£ belaufen. Die Aktionäre des britischen Konzerns sollen die für 2009 vorgeschlagene Dividende von 18,8 Pence je Aktie noch ausgezahlt bekommen. Die Transaktion soll vollständig über Anleihen finanziert werden und würde die Bahnschulden auf 17,7 Mrd. Euro steigern. Das Transportunternehmen Arriva ist in Europa einer der größten privaten Verkehrskonzerne und bedient die beiden Märkte Bahn- und Busverkehr. Derzeit beschäftigt der Konzern in zwölf europäischen Ländern 42.000 Mitarbeiter. 2009 verbuchte Arriva bei einem Umsatz von 3,15 Mrd. brit.-£ einen Gewinn von 158 Mio. brit.-£. Gemeinsam mit Arriva könnte die DB demnach einen Umsatz von 33 Mrd. Euro erzielen. In Deutschland ist Arriva sowohl im Bahn- wie auch im Busgeschäft tätig. Die europäische Kartellbehörde hat aber bereits jetzt signalisiert, dass sich die DB zumindest von dem heimischen Arriva-Bahnbereich, welcher einen Umsatz von 360 Mio. brit.-£ erwirtschaftete, trennen müsse. Ob dies auf das Busgeschäft ausgeweitet wird, ist noch unklar. Laut DB-Chef Rudiger Grube wolle man jedoch zumindest diese Sparte möglichst behalten.  



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