02.06.17

Bosch verkauft Anlassersparte an chinesisches Konsortium (Ausgabe 6/2017)

Die Robert Bosch Starter Motors Generators Holding GmbH (SG) geht an ein chinesisches Konsortium bestehend aus dem strategischen Investor Zhengzhou Coal Mining Machinery Group (ZMJ) und dem Finanzinvestor China Renaissance Capital Investment (CRCI). Laut Ad-hoc-Mitteilung der börsennotierten ZMJ liegt der Kaufpreis bei 545 Mio. EUR. Alle 7.000 Mitarbeiter von SG sollen übernommen und sämtliche Standorte beibehalten werden. Der Transaktion müssen noch die Behörden sowie die Mitarbeiter an den deutschen Standorten ihre Zustimmung geben.

Die Sparte SG stellt Starter für Verbrennungsmotoren und Komponenten für Elektromotoren her und war jahrelang defizitär, als Bosch 2015 den Verkauf beschloss. Allerdings erzielte der Bereich in den vergangenen beiden Jahren wieder ein kleines Plus. 2015 betrug der Gewinn vor Steuern 20 Mio. und im vergangenen Jahr 25 Mio. EUR. Der strategische Investor ZMJ plant, das Geschäft von SG durch die verbesserte regionale Aufstellung in Asien nachhaltig profitabel auszubauen. Das bestehende Managementteam der Bosch-Tochter soll an Bord bleiben. ZMJ stellt hauptsächlich Ausrüstung für den Bergbau her, erweiterte in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich das Segment Automotive. Die an den Börsen Hongkong (564.HK) und Shanghai (601717.SH) gelistete Gruppe hat eine Marktkapitalisierung von rund 1,7 Mrd. EUR. Größter Anteilseigner des 1958 gegründeten Staatskonzerns ist die Provinzregierung von Henan mit mehr als 32%.


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